Im Interview mit necta

Interview mit Klaus Dittel – Produktmanager bei necta

Im Gespräch mit unserem Technologiepartner necta beleuchten wir aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven in der Gemeinschaftsverpflegung.

Wir haben Klaus Dittel, Produktmanager bei necta interviewt. Er gibt Einblicke in die Idee hinter der Plattform necta.one, erläutert die Vorteile offener und modularer Systeme und zeigt auf,
welche Rolle eine enge Zusammenarbeit mit Implementierungspartnern wie Keros Consult für eine erfolgreiche Umsetzung in der Praxis spielt.

Freuen Sie sich auf spannende Impulse rund um digitale Prozesse, Effizienzsteigerung und die Zukunft moderner Küchenorganisation.

  1. Was ist necta.one und worin unterscheidet sich die Plattform grundlegend von klassischen Warenwirtschaftslösungen in der Gemeinschaftsverpflegung?

necta.one ist eine offene Plattform für die digitale Steuerung von Verpflegungsbetrieben wie z.B. Betriebsrestaurants, Cateringunternehmen oder Hotellerie. Im Unterschied zu monolithischen Systemen denkt necta.one Prozesse nicht isoliert, sondern durchgängig und das von Einkauf und Rezeptmanagement über Planung bis hin zu Controlling und Auswertung.
Der entscheidende Unterschied liegt im Plattformansatz: necta.one lässt sich modular erweitern und gemeinsam mit Partnern an die reale Komplexität von Betrieben anpassen, statt diese in starre Softwarelogiken zu pressen.

  1. Warum war es euch wichtig, necta.one von Beginn an als offene, erweiterbare Plattform zu konzipieren und welche Rolle spielen Implementierungspartner wie Keros dabei?

Gemeinschaftsverpflegung ist extrem heterogen: unterschiedliche Organisationsstrukturen, Prozesse, IT-Voraussetzungen und Reifegrade. Eine geschlossene „One-size-fits-all“-Lösung wird dem nicht gerecht.
Deshalb haben wir necta.one von Anfang an als offene, erweiterbare Plattform konzipiert. Implementierungspartner wie Keros sind dabei ein zentraler Erfolgsfaktor: Sie bringen Branchenwissen, Prozessverständnis und Nähe zum Betrieb mit und übersetzen die Plattform in funktionierende, praxisnahe Lösungen vor Ort.

  1. Welche typischen Herausforderungen begegnen euch bei Betrieben vor dem Umstieg auf necta, und wie adressiert necta diese Herausforderungen konkret?

Viele Betriebe kämpfen mit Medienbrüchen, uneinheitlichen Datenständen, hohem manuellem Aufwand und fehlender Transparenz über Kosten, Mengen und Prozesse. Häufig sind einzelne Bereiche digitalisiert, aber nicht miteinander verbunden.
necta adressiert diese Herausforderungen, indem es eine gemeinsame Datenbasis schafft und Prozesse logisch miteinander verknüpft. Dadurch entstehen konsistente Informationen, bessere Planbarkeit und eine deutlich höhere Steuerungsfähigkeit, ohne die Organisation zu überfordern.

  1. Wie hilft necta Betrieben dabei, komplexe Prozesse wie Einkauf, Rezeptmanagement, Planung und Controlling durchgängig und sinnvoll miteinander zu verknüpfen?

Rezepte bilden die Grundlage für Planung, Einkauf und Kalkulation. Einkaufsdaten fließen direkt in Kosten- und Verbrauchsauswertungen. Planungsentscheidungen wirken sich unmittelbar auf Bestellmengen und Controlling aus.
So entsteht ein durchgängiger Prozessfluss, der nicht nur effizienter ist, sondern auch nachvollziehbare Entscheidungen auf Basis valider Daten ermöglicht.

  1. Welche Datenbasis und Strukturen stellt necta bereit, damit Implementierungspartner Projekte effizient, skalierbar und praxisnah umsetzen können?

necta stellt eine klar strukturierte, konsistente Datenarchitektur bereit, mit standardisierten Stammdaten, flexiblen Schnittstellen und modularen Funktionseinheiten.
Für Implementierungspartner bedeutet das: weniger Individualprogrammierung, schnellere Projektlaufzeiten und die Möglichkeit, bewährte Projektansätze zu skalieren. Gleichzeitig bleibt genug Flexibilität, um auf betriebliche Besonderheiten einzugehen.

  1. Was zeichnet aus eurer Sicht die Zusammenarbeit mit Keros besonders aus, insbesondere in den Bereichen Einführung, Schulung und Change-Management?

Keros versteht Digitalisierung nicht als Softwareprojekt, sondern als Veränderungsprozess im Betrieb. Besonders wertvoll ist die Kombination aus fachlicher Tiefe, methodischem Vorgehen und engem Austausch mit den Anwender:innen.
In Einführung und Schulung wird großer Wert auf Verständlichkeit, Akzeptanz und nachhaltige Nutzung gelegt – ein entscheidender Faktor dafür, dass necta im Alltag wirklich Mehrwert schafft.

  1. Für welche Betriebstypen oder Organisationsstrukturen ist necta.one besonders geeignet – und wo entfaltet der Plattformansatz seinen größten Mehrwert?

necta.one entfaltet seinen größten Mehrwert dort, wo Komplexität, Skalierung und Steuerungsbedarf zusammenkommen: bei Trägerorganisationen, Cateringunternehmen, Systemgastronomie, Pflege- und Bildungseinrichtungen mit mehreren Standorten oder Küchen.
Der Plattformansatz spielt seine Stärken überall dort aus, wo Prozesse vereinheitlicht, Daten vergleichbar gemacht und gleichzeitig lokale Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.

  1. Wie seht ihr die Weiterentwicklung von necta.one in den kommenden Jahren, insbesondere im Zusammenspiel von Plattform, Partnernetzwerk und neuen Technologien?

Wir sehen necta.one langfristig als zentrale digitale Basis für die Gemeinschaftsverpflegung. Die Plattform wird weiter wachsen – funktional, technologisch und im Partnernetzwerk.
Neue Technologien wie Automatisierung, KI-gestützte Auswertungen oder erweiterte Schnittstellen werden schrittweise integriert. Entscheidend bleibt dabei das Zusammenspiel: necta als Plattform, Partner als Umsetzungsexperten und Betriebe als aktive Gestalter ihrer digitalen Prozesse